Über das Leben, die Ängste und den Tod

Soviele Menschen nennen sich erwacht und spirituell und geben dem Ganzen einen fahlen Beigeschmack von Wettbewerb. Zunächst einmal gibt es keinen Menschen der nicht spirituell ist, es gibt keine nicht Spiritualität, denn der Mensch inkarniert als spirituelles, geistiges Wesen in einem Körper, und entwickelt sich in seinem Tempo hin zum erinnern, dass er mehr ist als dieser Körper. Dies ist dann der Moment des "Erwachens", der bewusst gelebten Spiritualität, die zuvor noch unbewusst von Statten ging. Manch einer unserer Spezies "erwacht" in dieser Inkarnation nie und auch das ist in Ordnung. Dieser Mensch ist nun weder besser, noch schlechter, er hat sich unbewusst nur für diesen Weg der Entwicklung entschieden.

Aber back to the topic, zum eigentlichen Blogthema, Leben und der Tod.

Zu mir kommen Menschen die mir im Brustton der Überzeugung erklären, sie hätten keine Angst vor dem Tod, oder dem Sterben, und dass sie gerne leben. Ich glaube ihnen auch solange, bis sie mir beginnen von ihren Ängsten und Nöten zu erzählen. Nicht die kleinen Kinkerlitzchen wie Beziehungschaos und Geldmangel, wobei der schon wieder zum Thema Leben annehmen dazu gehört, wo ich jetzt den Schlenker hinmache,

Der Tod gehört zum Leben, wie das christliche Amen zum Gebet, das weiß jeder, sagt auch jeder, nur niemand will darüber sprechen. Man tabuisiert ihn, denn der Verlust des körperlichen Lebens ist das profundeste überhaupt. Und dabei ist es irrelevant ob man an ein Leben nach dem Tod glaubt, oder daran, dass dann alles zu Ende ist. Jeder hält an seinem Körper, und seinem Leben fest.

Doch niemand kann dem entfliehen - wir können uns vielem entziehen, wir kämpfen gegen vieles an, doch dem Tod entflieht niemand. Nicht arm nicht reich, egal welche Haar- oder Hautfarbe du hast, ob du gesund oder krank bist, es ist nur der Risikofaktor der sich erhöht, wenn dein Haus (Körper) nicht mehr so fit ist.

Ich bin unendlich dankbar für die letzten Tage unendlicher, körperlicher Schmerzen, die ich in dieser Form schon 10 Jahre nicht mehr durchfühlen musste (Bandscheibenvorfall, Koliken und Darmentzündung)

Natürlich suchte ich wie jeder Mensch nach einer Erklärung weshalb und warum ich jetzt diese alten Kamellen wieder heraus krame. Was habe ich falsch gemacht? Mein Ego suchte nach einer Erklärung, und es bastelte mir eine Zurecht - du arbeitest zuviel und ernährst dich wieder zu unbewusst. Ja, das hat bestimmt auch seine Berechtigung, doch das war nicht der Grund, der Grund war die Annahme dessen was ist, und die Akzeptanz des Lebens.

In diesen sehr schmerzlichen Phasen weinte ich und haderte ich, und ich war wütend, und weil die Schmerzen diesmal trotz "Anweisung nach oben" nicht aufhörten, zweifelte ich an der Existenz der geistigen Welt. Ja, ja, der Mensch verlangt nach Beweisen, und diese werden mir dann in Form von Gefühlen und/oder Träumen wieder geliefert. Ich darf dann in meinen Träumen meinen Begleiter treffen, der mir dann wieder meine Fragen beantwortet und Zweifel ausräumt.


Als ich mich bei meinem klinischen Tod und bei meinem Nahtoderlebnis, ganz bewusst für das irdische Leben entschied und in meinen physischen Körper zurück kehrte, kehrten auch diese unsagbaren Schmerzen wieder zurück, und ich begann nach Stunden der Quälerei auf der Intensivstation wo man mich ins Koma gelegt hatte, und ich dennoch alles mitbekam und noch viel mehr, also auch Dinge hörte und sah, die nicht unmittelbar vor meinem Krankenbett stattfanden, zu hadern und zu zweifeln. Wie auch die Tage, wo mein Körper so schmerzte durch den Bandscheibenvorfall, die Koliken und die Darmentzündung. Damals begann ich zu beten, weil man mir keine Medikamente mehr geben konnte, mein Körper es nun alleine schaffen musste. Und ich wusste nun nicht mehr, wie ich dem Schmerz Einhalt gebieten konnte. Ich wurde erzkatholisch erzogen und zum ersten Mal in meinem Leben war ich darüber dankbar, denn ich konnte meine Gebete Gebetsmühlenartig abbeten und merkte eine kleine Erleichterung, doch weg, weg ging es nicht, dieser unsagbare Schmerz. So wie jetzt, ich bat meine Helfer, so wie ich es immer tue, dass sie das, was nicht mehr zu mir gehört, von mir nehmen, und meistens "hören " sie darauf. Nur diesmal nicht und ich verstand es nicht - erst einmal.

Als ich dann so betend da lag und wieder eine Schmerzwelle durch meinen Körper fuhr, hörte ich mitten im Gebet auf, und ich "ergab" mich, ich ergab mich dem Schmerz und sprach mein vermeintlich letztes Gebet: "Gott, wenn das nun mein Ende sein soll, so bin ich bereit zu gehen. Mein Körper ist müde und schwach....."

In dem Moment da ich dies aussprach, in dem Moment an dem ich losließ, von allem Materiellen, nämlich auch meinem Körper, in dem Moment als ich Annahm was Ist, kam Hilfe.....in welcher Form diese kam, erzähle ich euch ein anderes Mal.


Ganz genauso geschah ist jetzt Aktuell. Ich begann anzunehmen und akzeptieren was ist und ich bekannte: Wenn es nun mein Ende sein soll, dann ist es so.... und es dauerte nicht lange und ich war schmerzfrei. Ich hatte es endlich wieder verstanden, das, was mir bei meinem Tod mitgegeben wurde. Loslassen und akzeptieren was ist und annehmen was Jetzt ist. Lass die Angst los, die Angst vor dem Schmerz, die Angst diesen Körper zurück zu lassen, die Angst deine Liebsten zurück zu lassen, die Angst vor.......

Angst ist es, die uns am Leben hindert. Angst vor einem Corona Virus der dich dahin raffen könnte ( nur deinen Körper, denn deine Seele ist nie krank) Angst vor einem Meteoriten, der die Erde zerstören könnte und somit dein armes, kleines Leben, von dem du doch noch soviel erwartest, anstatt es endlich anzunehmen und zu leben.

In Wahrheit brauchen wir uns nie vor etwas zu fürchten, denn das Schlimmste was je eintreten könnte, wäre der Tod und Yeahhh, der bedeutet mehr zu leben, als du dir Leben überhaupt vorstellen kannst. Wir sterben auch nicht mit Schmerzen, wenn wir loslassen und dann annehmen. Ja, vielleicht rede ich es mir leicht, da ich schon einmal den Sterbeprozess und den Tod am eigenen Leib erfahren durfte ( in Wahrheit nicht nur einmal, also in diesem Leben, sondern schon millionenfach, aber an das erinnern wir uns in den seltensten Fällen, wie auch an unsere eigene Geburt nicht), aber ich erzähle es euch trotzdem, in der Hoffnung eure Ängste in Licht auflösen zu können und euch einen befreitereren, wirklich lebenswertvollen Aufenthalt in dieser Existenz mitgeben zu können.

Seid nicht bereits im Leben Tod, weil ihr euch vor dem unvermeidlichen fürchtet, weil ihr fürchtet euch könnte etwas aus dem All auf dem Kopf fallen oder ein Virus anfallen, und wenn es so ist, seid bereit für die nächste Stufe.


Feel free, sperrt euch nicht in die Käfige der Angst, lebt, liebt, lacht, es darf leicht sein!

In Liebe, eure Mara



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