Der Tag, an dem der Blinde ohne zu sehen wieder sieht, ist der Tag, an dem man das Sein versteht

Ich habe ja schon oft genug erwähnt, dass mir im Leben, in der Materie nichts mehr fremd ist, dass ich Dinge in meinem Leben gesehen oder am Leibe erfahren habe, die sich jemand in seinen schlimmsten Träumen ausmalen möchte. Genauso habe ich höchstes Glück erfahren. Ich kenne das Leben in all seinen Höhen und auch in all seinen Tiefen. Wie Viele von uns. Ich bin und fühle mich deswegen keineswegs besser, oder herausragender, und begegne jedem Menschen auf seiner Ebene, zumindest versuche ich es.

Für sovieles im Leben bin ich unendlich dankbar, dennoch wissend, dass alles ganz genauso kommen musste, weil es ganz genauso in meinem Plan geschrieben steht, in meiner seelischen Entwicklungsphase vorgesehen ist. Und Nein, ich fühle mich nicht meinem Schicksal ausgeliefert!

Genauso wie ein Baby lernen muss seine ersten vorsichtigen Schritte zu tun, es immer wieder fallen wird, solange bis es lernt mutig, kraftvoll und voller Stolz seine eigenen Schritte zu gehen und ab nun die Welt nicht nur aus einer anderen Perspektive zu sehen.

Die neue Perspektive ist nämlich die auf 2 Beinen und nicht mehr nur liegend, sitzend oder krabbelnd. Es hat sich auch eine neue Welt der Freiheit eröffnet, nämlich diese große Welt zu entdecken, mit all ihren Schönheiten und Gefahren. Für diese Entwicklung braucht es nichts zu tun, denn es ist im genetischen Plan festgelegt, sich auf 2 Beinen fort zu bewegen und so die Welt und sich im Körper zu erfahren (außer es liegt ein Gendefekt vor, oder eine Erkrankung/Unfall/medizinische Fehlbehandlung die das verhindert)

Und deswegen brauche ich auch nicht vor stolz zu platzen, weil ich jetzt in meinem seelischen Reifeprozess schon da bin wo ich bin. Ein 70 Jähriger ist nicht besser, als ein 7 Monate altes Baby, er ist anders, erfahrener, kann nach vor und zurück blicken, was das Baby noch nicht kann, aber er ist nicht besser. Und niemand würde einem Baby einen Vorwurf daraus machen, dass es ein Baby ist und noch nicht das kann und überblickt, was ein 30 Jähriger kann und überblickt.

Ich weiß um diese Prozesse der Entwicklung, sie sind Teil meiner gelebten Wahrheit, und deswegen bin ich wohl dankbar, dass ich schon diese Schritte alle hinter mir habe, aber es schwingt keinerlei Stolz mit.

Nun bin ich an einem Punkt angelangt, wo mir allein das Materielle, die Materie nicht mehr gereicht hat. Wo es mir zu wenig war, das was auf diesem Planeten so zu tun ist, zu erfahren und zu lernen ist in mir zu integrieren, und so wandte ich mich Ebenen zu, die für manch einen nicht erklärbar, mystisch, oder nicht sichtbar sind. Ich begann Glauben mit Wahrheiten gleichzusetzen, meinen Wahrheiten, und mein Glauben wurde zu meiner Welt, die mit der materiellen anfangs so gar nicht harmonieren wollte.

Heute habe ich alle "Welten" in mir vereint, bewege mich sicher in jeder dieser "Welt" und beziehe all das in mein Sein mit ein, sodass ein stetes profitieren und ein wachsen daraus erwuchs, ein "erwachsen" (sein/werden), über mich hinaus. So kam es dann auch, und musste so kommen, weil es ein Teil meines Inkarnationsplanes ist, dass ich Hoffnungsträgerin wurde für viele Menschen, die den Weg zu mir fanden und immer noch finden.

Dies macht mich demütig stolz, denn es ist eine große Aufgabe Menschen auf ihrem Weg ein Stück zu begleiten, ohne ihnen etwas von meinen Wahrheiten "überzustülpen", sondern sie daran teilhaben zu lassen, und nachfühlen zu lassen, ob sie diese auch in ihr Lebenskonzept mit einbauen können.

Manchmal ist es aber auch so, dass ich es ablehne Menschen zu begleiten, da, wo ich erkenne, und das geschieht recht schnell bei mir, dass ich nicht der rechte Helfer und Unterstützer auf ihrem Weg bin.

Ja, ich bin ein Medium, wie es ein jeder Mensch auf dieser Erde ist, denn jeder empfängt, und nichts anderes ist ein Medium, es empfängt - nur gebe ich halt eben alles was ich so empfange offen und für jederman erfahrbar weiter, weil ich schon ein Schrittchen weiter bin und mutiger bin das zu sagen, wovor sich andere noch fürchten, oder es noch nicht als ihre Wahrheit erkennen können.

Ich reihe mich da zwar ein in die Rige der Channelbotschafter die von der ewigen Liebe erzählen und so auch Hoffnungsträger sind und einen wichtigen Dienst für die Menschheit leisten, aber ich mag es dann doch etwas konkreter.

Mir reicht es nicht die Botschaft eines Seelenfragmentes aus dem 1. Territorium weiter zu leiten, dass wir als Energie vielleicht als Engel, Schutzengel oder Erzengel wahrnehmen können, wo es ausschließlich darum geht, dass die Liebe alles heilt und wendet.

Ja, so ist es auch, das tut sie wirklich, und ich erfahre das tagtäglich, und am intensivsten war tatsächlich in meinem Sterbeprozess und bei meinem Nahtoderlebnis erfühlbar und erfahrbar.

Jedoch kann diese Botschaft nur jemand verstehen, der diese Reife schon in sich trägt. Jeder, der schon bis hier her gelesen hat, hat unter Garantie schon die Reife in sich, die es benötigt, das was ich weitergebe anzusehen, und gegebenenfalls zu hinterfragen, es dann für sich anzunehmen oder abzulehnen. Alles ist genauso gut und genauso richtig wie es ist!


Wenn eine Mutter von ihrer bereits erwachsenen Tochter erfährt, dass der Bruder, also der Sohn dieser Mutter, seiner Schwester gegenüber sexuell übergriffig wurde in frühester Kindheit, dann ist es schwer von der Erlösung durch die Liebe zu sprechen, gerade dann, wenn ein Sturm von Emotionen durch die Mutter peitscht.

Sie muss die Liebe zu einem ihrer Kinder in Frage stellen, und je nach seelischer und psychischer Reife wird sie diesen Prozess auch so überstehen, dass sie nicht aus dem Energiefeld der Liebe stürzt. Dies kann noch niemand verstehen, der diese Reife noch nicht erlangt hat, die aber nichts mit Kälte oder Verdrängung zu tun hat.

So einem Menschen, der diesen Reifeprozess noch nicht durchschritten hat, kann ich nichts von der Liebe der Engel erzählen, oh doch, kann ich schon, nur wird es ihr Verständnis und ihre Erkenntnis nicht berühren. Sie fühlt sich vielleicht für den Moment von mir getröstet und es ist tröstlich zu hören, dass wir alle immer geliebt sind, doch wird sie spätestens, wenn sie alleine zuhause ist, wieder mit der grausamen Tatsache konfrontiert, dass sich ihr hier eine Opfer-Täter Geschichte offenbart hat, mit der sie nicht gerechnet hat, und die sie an ihre eigenen Opfer-Täter Situationen erinnert. Die müssen jetzt nicht zwingendermassen ebenso mit sexuellen Übergriffen zu tun haben. Aber all ihre Situationen in denn sie selbst Opfer, oder auch mal Täter war, werden ihr gefühlsmässig eingeflößt, in dem Moment, da ihr die Tochter diese Botschaft übermittelt. Jetzt gilt es zu schauen, was sie schon alles gelernt hat, wie tief und bedingungslos ihre Liebesfähigkeit schon ist.

Für mich gilt es begleitend da zu sein für die Menschen in solchen Ausnahmesituationen, und ich darf dann immer in meine Erfahrungskiste meines reichhaltigen Lebens greifen und davon erzählen, wie es mir möglich war, in mir wieder Frieden zu finden, denn das ist eines der wichtigsten und profundesten Eigenschaften um in die bedingungslose Liebe und und die Eigenverantwortung zu kommen. Eigenverantwortung ist sowieso der Schlüssel, weg von der Anklage, die uns nur in den Topf der Opfer-Täter Rolle führt und hinein in die Erkenntnis, raus aus dem Gefühl von Ohnmacht, Hilflosigkeit und Ekel.

Daraus kann ich niemand mit einer Engelsbotschaft führen, die von dir verlangt, dass du deine Seele nicht verdunkeln sollst und in der Liebe bleiben.

Zumal deine Seele nie verdunkelt ist, das ist niemals der Fall, denn die Seele ist pures Licht, immer rein, immer klar und dir übergeordnet. Es ist die Psyche, die durch die Erschütterungen des Lebens in Leidenschaft gezogen wird und die beginnt aus reiner Schutzmaßnahme einen Schleier vorzuhängen und im schlimmsten Fall eine Mauer zu errichten, die verhindert, dass das Licht deiner reinen, immer hellen und lichten Seele zu dir vordringt. Hier löst Liebe nichts auf, denn die kann man in solchen Situationen nicht mehr wahrnehmen, da man sich ja davor abschneidet, aus Angst nochmal einen Schmerz zu fühlen, der einem dazu veranlasst hat eben diese Mauer zu errichten.

Hier gilt es mit Respekt und dem Aufbauen von Vertrauen diesem Menschen zwar mit Liebe zu begegnen, aber ihn nicht zu "zwingen" diese Liebe auch zu fühlen, denn das kann er nicht - noch nicht.

Im Gegenteil, indem er nicht diese Liebe spüren kann, von der die Engel erzählen, oder die Liebe von seinem Gegenüber nicht annehmen kann, fühlt er sich noch schuldiger, und rutscht noch tiefer hinter seine Mauer.

Dieser Mensch braucht eine konkrete Anleitung wie er mit seinen erfahrenen Traumen zu leben lernt, und sie in Eigenverantwortung annehmen lernt - vielleicht geschieht das aber auch in diesem Leben nie, weil sein Plan noch gar nicht danach ausgerichtet ist.

Und auch dann helfen keine Engelsbotschaften, sie sind dann auch nicht tröstend, sondern eher verstörend.

Ich kann Blinde nicht sehend machen, aber ich kann ihnen helfen auf ihre Art und Weise zu sehen, ich kann sie dort abholen wo sie stehen, und ich lasse sie dort stehen, wo sie sich sicher fühlen. Nur dann können sie ihr Sein verstehen, und beginnen selbst in der Dunkelheit zu sehen.




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